Weihnachtsgrüße mit Augmented Reality

Die Wikipedia definiert ‚Augmented Reality‘ (erweiterte Realität) als ‚die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung‘. Im Fernsehen kennt man das Prinzip schon lange. So werden z.B. bei der Übertragung von Fußballspielen Zusatz-Informationen wie Entfernungslinien o.ä. eingeblendet. In den letzten Jahren verbreitet sich der Einsatz von Augmented Reality via Smartphone. Das macht die Technik auch für den Bildungsbereich interessant. Der Lehrer Josef Buchner erweitert z.B. das klassische Stationen-Lernen durch scannbare Bilder, über die die Schülerinnen und Schüler Zusatz-Informationen zur gestellten Aufgabe erhalten

Ich finde Augmented Reality vor allem zum Selbermachen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern spannend. Jetzt für die letzten Schulstunden vor den Weihnachtsferien oder im außerschulischen Kontext stelle ich hier das Projekt ‚Sprechende Weihnachtskarten‘ vor.

Zur Umsetzung benötigt man W-Lan, ein Smartphone oder Tablet und eine passende Augmented Reality App. Kostenfrei lassen sich Augmented Reality Projekte mit HP Reveal/ Aurasma erstellen. Eine Alternative ist Layar. Diese App scannt meiner Erfahrung nach zuverlässiger. Hier ist allerdings nur das erste Projekt kostenlos. Jedes weitere kostet 3 Euro.

Aufgenommen werden in einem ersten Schritt ein Bild und ein Video. Auf dem Video spricht das Kind ein Weihnachtsgedicht, einen Weihnachtsgruß oder was ihm ansonsten einfällt. Es ist wichtig, dass beim Video der Hintergrund und das Setting genau identisch sind zu dem zuvor aufgenommenen Bild. Am einfachsten macht man beides direkt hintereinander: zunächst ein Bild, dann direkt weiter mit der Video-Aufnahme.

Anschließend erfolgt die technische Umsetzung. Das Prinzip ist hierzu in allen Augmented Reality Apps das gleiche: Zunächst lädt man das aufgenommene Bild als so genannten ‚Marker‘ hoch. Im nächsten Schritt kann man dann Aktionen definieren, die durchgeführt werden sollen, wenn das Bild später gescannt wird. Möglich ist es z.B. eine bestimmte Website aufrufen zu lassen, ein Audio abzuspielen oder eben – wie für unser Beispiel benötigt – ein Video abspielen zu lassen. Wichtig ist es in unserem Beispiel, das aufgenommene Video in die gleiche Größe zu ziehen, wie das Marker-Bild. Vor der Veröffentlichung kann man das Ergebnis am Bildschirm testen und bei Bedarf weiter editieren. Wenn alles passt, wird das Projekt veröffentlicht. Wenn man nun das aufgenommene Bild mit der verwendeten App scannt, startet kurz darauf das Video. Somit wird der Anschein erweckt, dass die Weihnachtskarte spricht ;-)

Als Anschauungsbeispiel gibt es hier Weihnachtsgrüße aus dem eBildungslabor.

  1. Layar App downloaden
  2. Bild scannen
  3. Weihnachtsgruß anhören :-)

Viel Spaß beim Nachmachen, wunderschöne Weihnachtstage und alles Gute für 2018!

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